Klassische Homöopathie Heilpraktikerin Christine Grunert  
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Die klassische oder auch genuine Homöopathie
Eine individuelle Therapieform

Die klassische Homöopathie ist eine höchst individuelle Therapieform, die nicht nur die krankheitsspezifischen Symptome des Patienten verwendet, sondern immer auch die persönlichen Beschwerden besonders bewertet.

Was ist genuine Homöopathie?

Lateinisch "genuin" bedeutet ursprünglich.
Es geht bei dieser Arbeitsweise vor allem um eine Orientierung an der von Samuel Hahnemann ursprünglich (=genuin) erforschten und beschriebenen homöopathischen Vorgehensweise.
Hierbei werden auch herausragende Homöopathen wie G.H.G. Jahr, Clemens von Bönninghausen, Constantin Hering usw. studiert.


Seit 2003 setzte ich mich intensiv mit der klassischen Homöopathie auseinander. Mein Weg hat mich beginnend mit Hahnemann über verschiedene modernere Strömungen wieder zurück zu den Ursprüngen und damit zur genuinen Homöopathie geführt.
Gerne erscheint eine Orientierung an den "alten Meistern" als nicht mehr zeitgemäß.
Aber gerade ein Verständnis der ursprünglichen Lehre Hahnemanns stellt ein unverzichtbares Fundament der klassisch homöopathischen Arbeitsweise dar.
Auf solch einem soliden Fundament können moderne Erkenntnisse der Homöopathie ergänzend aufgebaut werden.

Einige Beispiele für Beschwerden bei denen die klassische Homöopathie angewandt werden kann:

  • akute Infekte verschiedenster Art
  • Frauenleiden: Menstruations- Wechseljahresbeschwerden, unerfüllter Kinderwunsch, Schwangerschaftsbeschwerden,...
  • Säuglinge, Kinder: Zahnungsbeschwerden, Mittelohrentzündungen, Schlafstörungen, Bettnässen, schulische Probleme,...
  • Allergien: Heuschupfe, Tierhaarallergie,...
  • Atemwegserkrankungen verschiedenster Art
  • Hauterkrankungen: Ekzeme, Neurodermitis,...
  • Leiden des Bewegungsapparates
  • Harnapparat: Blasenentzündung, Inkontinenz,...
  • Leiden des Magen-Darmtraktes
  • Migräne und andere Schmerzzustände,..
  • Schlafstörungen
  • und vieles mehr ...

Ein paar Erläuterungen zur klassischen Homöopahie für interessierte Leser/innen

Sie basiert auf folgenden Grundlagen

Die klassische Homöopathie (aus dem Griechischen: homois pathos = ähnliches Leiden) ist ein System der Arzneimittelanwendung, das mit einigen grundlegenden Prinzipien arbeitet:
  • Der Arzneimittelprüfung am Gesunden
  • Der Ähnlichkeitsregel: "Similia similibus curentur" - "Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden"
  • Dem individuellen Krankheitsbild des Patienten
  • Der Gabe von Einzelmitteln

Wie entstanden diese Grundlagen?

Der Mediziner Hahnemann verdiente seinen Lebensunterhalt unter anderem mit Übersetzungen. Er übersetzte einen Text von William Cullen, in dem dieser Vermutungen über die Wirkung der Chinarinde und ihre Heilwirkung auf das Wechselfieber (Malaria) anstellte. Dieser Text reizte ihn, die aufgestellte Behauptung nachzuprüfen. Er machte 1790 seinen ersten Selbstversuch bezüglich der Arzneiwirkung von Chinarinde, indem er kleine Mengen dieses Stoffes in regelmäßigen Abständen einnahm. In diesem Selbstversuch stellte Hahnemann fest, dass er Symptome entwickelte, die dem Erscheinungsbild des Wechselfiebers ähnlich waren. Diese Veränderungen blieben jedoch sofort aus, wenn er die Einnahme der Chinarinde aussetzte. Somit hat Samuel Hahnemann das erste Prinzip "die Arzneiprüfung an gesunden Versuchspersonen", anhand eines Selbstversuches mit der Wirkung der Chinarinde entdeckt.

Hahnemann war mit den medizinischen Methoden seiner Zeit häufig unzufrieden und verfolgte den Wunsch eine sanfte Behandlung und Arzneigabe zu ermöglichen. Zu seiner Zeit waren Aderlass und Mittelgaben bis an der Grenze der Vergifung an der Tagesordnung. Hahnemann erkannte das die Kranken durch diese Verfahren eine Schwächung und häufig eine zusätzliche Schädigung erfahren musste. Dies erkennend, strebte er einen neuen, sanfteren Weg der Behandlung an.

Das zweite Prinzip, "die Ähnlichkeitsregel", veröffentlichte er erstmals Jahre später.
Sehr vereinfacht geht Hahnemanns zweites Prinzip davon aus, dass ein Stoff in entsprechender Verdünnung (Potenzierung) und Aufbereitung (Verschüttelung, Dynamisierung) bei einem Kranken das heilen kann, was er bei einem Gesunden an Beschwerden auslösen kann.

Diese Ähnlichkeitsregel erfährt in der Einleitung seines Werkes "Organon der Heilkunst" ihre endgültige klassische Form:
"Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als es heilen solle."

Das dritte Prinzip, das "individuelle Krankheitsbild" als wichtige Grundlage der Homöopathie ist die logische Konsequenz aus der Ähnlichkeitsregel. Denn erst muss der Therapeut die individuellen Beschwerden des Patienten zusammen tragen um diese dann mit den Arzneimittelwirkungen abzuleichen und somit deren "Ähnlichkeit" miteinander festzustellen.
Der Therapeut soll sich nicht lediglich an den Namen von Krankheiten, Diagnosen oder die typischen Symptome dieser Krankheiten halten, wenn er einen Fall homöopathisch betreut. Der Name einer Krankheit steht lediglich für eine Zusammenstellung von Symptomen die sehr häufig bei diesem Krankheitsbild auftreten. Es ist ein Irrweg zu meinen, dass jeder Mensch, der eine bestimmte Krankheitsdiagnose hat auch immer alle zu erwartenden Symptome entwickelt.

Die Ähnlichkeitsregel aber verlangt es von uns, die individuellen Beschwerden des Patienten aufzunehmen und nicht eine allgemein gültige Krankheitsdefinition anzuwenden! Nur die Symptome und Beschwerden des Patienten können zum Vergleich herangezogen werden, welche dieser auch tatsächlich entwickelt hat.
Darüber hinaus interessiert sich der Homöopath auch für die Umstände unter denen der Patient eine Verschlechterung oder Besserung seines Zustandes erfährt, wie beispielsweise: zu bestimmten Tageszeiten, bei Lageänderungen des Körpers, Bewegung, Berührung, im Zimmer oder im Freien,...?
Wie fühlt sich die Beschwerde an, sofern diese schmerzhaft ist? Gibt es begleitende Beschwerden? Ist nur ein bestimmtes Organ betroffen? All dies und vieles mehr sind wertvolle Hinweise für die individuelle Mittelfindung.

Ein weiteres Hauptprinzip der klassischen Homöopathie ist die "Einzelmittelgabe". Es wird nur ein Mittel, meist über eine längere Zeit, verabreicht. Je nach Fall kann es auch durchaus zu einem schnelleren Wechsel der einzelnen Mittel kommen, jedoch werden nicht mehrere Mittel zur gleichen Zeit verabreicht.
Die Gabe von mehreren homöopathisch aufbereiteten Mitteln zugleich findet unter anderem in der Komplexmittelhomöopathie ihre Anwendung, welche anderen Verschreibungsregeln folgt.


Die Arzneimittelwirkung

Um einen Vergleich des individuellen Krankheitsbildes des Patienten mit einem Arzneimittel ziehen zu können, muss der Therapeut ein umfangreiches Wissen über die verschiedenen Arzneimittel und deren Wirkung auf den gesunden Organismus besitzen.

Das Wissen des Homöopathen über die Arzneimittel basiert auf verschiedenen Quellen, wodurch es erst möglich wird die Arznei in Ihrer ganzen Wirkbreite zu erfassen.
Die zuverlässigsten Quellen sind:
  • Der Arzneimittelprüfung am Gesunden
  • Toxokologie und Pharmakologie

Darüber hinaus gibt es Erfahrungen aus der:
  • Anwendung der Arznei an Kranken
  • Anwendungen der Arznei an kranken Tieren (keine Tierversuche)
Diese Quellen finden nur ergänzend Anwendung bei der Mittelfindung.


Die Potenzierung

Anfangs arbeitete Hahnemann auch noch mit den Arzneien in damals gängigen, recht hohen, da kaum verdünnten Dosierungen. Er bemerkte allerdings bald, dass diese Form der Arzneianwendung für seine Zwecke weniger geeignet war.
Zum einen erschien ihm die Reaktion auf das Mittel als zu stark. Es gab starke Nebenwirkungen oder starke Erstverschlimmerungen bei seinen Patienten. Oder die Wirkung war sogar ungenügend, da der Ausgangsstoff der Arznei zu wenig aufgeschlossen war (z.B. bei unlöslichen Mineralstoffen).

Außerdem hatte er bemerkt, dass die persönliche Empfänglichkeit und Reaktionsbereitschaft gegenüber einer verabreichten Arznei bei jeder Person recht unterschiedlich ist.
Gerade seine individuell angepasste und möglichst sanfte Medizin forderte es nun, auch diesen Faktor zu berücksichtigen.
Er wollte eine Methode der Arzneizubereitung entwickeln, die Qualität und Quantität des Arzneistoffes optimal verbindet. Sein Vorhaben erreichte er durch die schrittweise Minimierung der Dosis durch Verdünnung der Arznei. Zudem begann er die Arznei mit speziellen Verfahren zu bearbeiten - dem Verreiben und dem Verschütteln.

Beim Verreiben wird die unlöslichen Substanz bei jedem Potenzierungsschritt eine Stunde lang in einem Mörser mit Milchzucker verrieben. So können auch unlösliche Stoffe aufgeschlossen werden. Er entdeckte, dass eine Arznei durch das Verschütteln (kräftiges und rhytmisches Schlagen der verdünnten Flüssigkeit gegen einen harten, elastischen Gegenstand, z.B. ein Buch) in ihrer Wirksamkeit zunahm. Eigentlich war anzunehmen, das die Wirkung mit zunehmender Verdünnung abnimmt. Jedoch bewirkt diese Methode, dass sich die Kräfte des Mittels noch stärker, aber milder entfalten.

Den Arbeitsvorgang der Herstellung dieser Arzneien nannte Hahnemann das "potenzieren" (potentia = Können, Vermögen)
Die durch Potenzierung gewonnene, damals völlig neue Arzneiform erschien ihm als optimale Mischung von Entfaltung der arzneilichen Kraft und gleichzeitiger Vermeidung schädlicher Wirkungen am Patienten.

Es gibt verschiedene Verhältnisse, in denen die Verdünnungen hergestellt werden. Entsprechend werden diese unterschiedlich benannt.


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© 2014 Christine Grunert